Vancouver Art Gallery

... ich merke es immer wieder - ich kann mit "Moderner Kunst" nicht so viel anfangen ... Deseonders schoen finde ich die Hinweise an manchen Installationen: "Don't touch, alter or remove the Art!" .. nicht, das die Putzfrau aus Versehen alles zusammen fegt und entsorgt; oder, wie bei Beuys mal passiert, etwas angeschmutztes saeubert und blank poliert :-)))

Ich bin hier wegen der "Emily Carr Ausstellung, Emiliy Carr ist sozusagen die Georgia O'Keeffe Kanadas ... Einmal fand ich sehr interessant, die Entwicklung ihrer Bilder von sehr konservativen Blumenarrangements bis in die Moderne. Und - sie ist etwa 1920 zu Reisen in die Reservationen und auch auf die Queen Charlotte Inseln aufgebrochen und hat dort alles als Aquarelll festgehalten, was ihr vor den Pinsel kam ... Dazu hat sie noch herrliche Regenwald-Bilder gemalt.

Ich habe mir ein kleines Post gekauft, es ist einer der Totempfaehle aus Skedans, wohin mich meine Bootstour gefuehrt hat. Das Museumsshop_personal hat es liebevollst eingerollt und sogar die Papprolle fuermich gekuerzt, damit sie in den Koffer passt.

Dann gab es noch eine Praesentation: "Altered States" von Zhang Huan, einem progressiven chinesischen Kuenstler, der jetzt in New York lebt und arbeitet. Eines seiner Hauptwerke ist: "Rising of the Pond-Level", ein Happening, das auf Video vorgefueht wird: eine Reihe Chinesen in bunten Unterhosen huepfen in eine See !!!! Ausserdem gibt es sehr viele Fotos von ihm, er hat mit seinem Koerper "Kunst" ausgedrueckt (als armem Kuenstler felhlte ihm das Geld um Material zu kaufen) .... also da haengen 20 schoene schwarz-weiss Fotos, sein Gesicht frontal aufgenommen, er schaut ernst und zupft sich an der Wange, haelt sich ein Auge zu oder schlaegt beide Haende vor das Gesicht. Eibn anderes mal hat er sich rohes Fleisch umgebunden und wandelt sozusagen gehaeutet durch New York .... Sehr schoen finde ich seine Werke: Asche auf Leinen; die verschiedenen grau Abstufungen sind sehr gelungen.

 In einem kleinen Seitenraum war eine "Visual & Audio Performances": "Speaking to their Mother" von 1991. Rebecca Belman hat an 12 Orten in Kanada jeweils ein riesiges Megaphon (schoen aus Holz, ein Kunstwerk in sich) aufgestellt - damit haben dann Indianer der verschiedenen Nationen (sowohl in Stadten, auf dem Land oder in Reservationen) ihre Gedanken ueber unsere Erde - die Mutter aller Muetter mitgeteilt. Ich habe eine Weile zugehoert, das war schon recht interessant.

20.7.08 21:58

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