Grouse Mountain & die Lumber-Jack-Show

Grouse Mountain ist der Hausberg von Vancouver. Ich mache einen Busausflug, es geht ueber die riesige "Lions Gate Bridge", sie hat denselben Architekten und Erbauer wie die Golden Gate Bridge. Hier bin ich mit dem Kreuzfahrtschiff unterdurch gefahren. Wir durchqueren den feinen Stadtteil North Beach mit herrlichen Villen. Man ist in 5 Minuten im Gruenen, ach was sage ich, in der Wildniss hier.

Wir fahren mit einer Kabinen-Seilbahn (aus Goldau in der Schweiz! Aerial Tramway) nach oben. Es ist wundervollstes Sommerwette, die Sonne lacht, es ist Sonntag nachmittag und es ist brechend voll oben!!! Hie kann man viel unternehmen, z.B. werden hier 2 Grizzleybaeren gehalten. Die waren als Babies in der Wildnis von ihrer Mutter verlassen worden und sind hier liebevoll aufgezogen worden. Leider, es ist ihnen zu warm - sie haben sich in den Baeumen ihres Gehaeges versteckt.

Da bleibt noch die Show! Lumber-Jacks sind Holzfaeller, ein rauhes Volk. Es wurden immer mal wieder Wettbewerbe durchgefuehrt, wer ist der Beste im Holzhacken und Kaettensaegenschwingen ... die Show war recht lustig - halt typisch amerikanisch.

21.7.08 05:26, kommentieren

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Gedanken zur Reise

aaa)  Wenn ich an den Anfang der Reise denke, Texas und der Suedwesten, dann kommt es mir vor wie eine voellig andere Reise - mal irgendwann davor!

bbb)  Ich glaube, ich sollte von meinen geliebten "Ueberland-Reisen" Abschied nehmen; irgendwo ein Basislager zu installieren und von dort aus laengere Ausfluege zu unternehmen, ist sehr viel praktischer.

ccc)   Nicht mehr so viel festlegen vorher - liebe am Ziel neu orientieren und nach Lust und Laune gestalten.

ddd)  ich haette keine Probleme damit, jetzt noch weiterzureisen - meine Lust auf Sightseeing ist ungebrochen! Allerdings freue ich mich doch auf etwas "Normalitaet" und alle meine Lieben zuhause  :-)))

2 Kommentare 20.7.08 22:17, kommentieren

Mittagessen im "Relish"

Dieses Restaurant am Nelson-Square hatte ich schon 2 x ins Auge gefasst, heute Mittag passt es sich. Ich sitze draussen neben einem Wasserfall - das Wetter ist einfach herrlich.

Ich geniesse eine Strawberry-Lemonade (hausgemacht), eine himmlische Tomatensuppe (hausgemacht)  und einen gebackenen Camembert in Filo-Teig mit Cranberry Chutney, karamellisierten Walnuessen und (hausgemachtem) Walnussbrot ... und das Ganze fuer Euro 14,--. Die Bedienung ist richtig suess, ihr Vater stammt aus Deutschland (Starnberg) ... sie strahlt jedesmal, wenn sie an mir vorbeigeht.

20.7.08 22:13, kommentieren

Vancouver Art Gallery

... ich merke es immer wieder - ich kann mit "Moderner Kunst" nicht so viel anfangen ... Deseonders schoen finde ich die Hinweise an manchen Installationen: "Don't touch, alter or remove the Art!" .. nicht, das die Putzfrau aus Versehen alles zusammen fegt und entsorgt; oder, wie bei Beuys mal passiert, etwas angeschmutztes saeubert und blank poliert :-)))

Ich bin hier wegen der "Emily Carr Ausstellung, Emiliy Carr ist sozusagen die Georgia O'Keeffe Kanadas ... Einmal fand ich sehr interessant, die Entwicklung ihrer Bilder von sehr konservativen Blumenarrangements bis in die Moderne. Und - sie ist etwa 1920 zu Reisen in die Reservationen und auch auf die Queen Charlotte Inseln aufgebrochen und hat dort alles als Aquarelll festgehalten, was ihr vor den Pinsel kam ... Dazu hat sie noch herrliche Regenwald-Bilder gemalt.

Ich habe mir ein kleines Post gekauft, es ist einer der Totempfaehle aus Skedans, wohin mich meine Bootstour gefuehrt hat. Das Museumsshop_personal hat es liebevollst eingerollt und sogar die Papprolle fuermich gekuerzt, damit sie in den Koffer passt.

Dann gab es noch eine Praesentation: "Altered States" von Zhang Huan, einem progressiven chinesischen Kuenstler, der jetzt in New York lebt und arbeitet. Eines seiner Hauptwerke ist: "Rising of the Pond-Level", ein Happening, das auf Video vorgefueht wird: eine Reihe Chinesen in bunten Unterhosen huepfen in eine See !!!! Ausserdem gibt es sehr viele Fotos von ihm, er hat mit seinem Koerper "Kunst" ausgedrueckt (als armem Kuenstler felhlte ihm das Geld um Material zu kaufen) .... also da haengen 20 schoene schwarz-weiss Fotos, sein Gesicht frontal aufgenommen, er schaut ernst und zupft sich an der Wange, haelt sich ein Auge zu oder schlaegt beide Haende vor das Gesicht. Eibn anderes mal hat er sich rohes Fleisch umgebunden und wandelt sozusagen gehaeutet durch New York .... Sehr schoen finde ich seine Werke: Asche auf Leinen; die verschiedenen grau Abstufungen sind sehr gelungen.

 In einem kleinen Seitenraum war eine "Visual & Audio Performances": "Speaking to their Mother" von 1991. Rebecca Belman hat an 12 Orten in Kanada jeweils ein riesiges Megaphon (schoen aus Holz, ein Kunstwerk in sich) aufgestellt - damit haben dann Indianer der verschiedenen Nationen (sowohl in Stadten, auf dem Land oder in Reservationen) ihre Gedanken ueber unsere Erde - die Mutter aller Muetter mitgeteilt. Ich habe eine Weile zugehoert, das war schon recht interessant.

1 Kommentar 20.7.08 21:58, kommentieren

unvergesslicher Spaziergang zur "Blauen Stunde"

Heute abend ist wieder mal Kino angesagt, aber als ich zur Kasse komme ist der Film: Mamma Mia  (das Musical) ausverkauft!!! Richtig, heute ist ja Samstag! Aber da laeuft noch ein weiterer interessanter Film: "Before the Rain", eine indisch-amerikanische Produktion aus Kerala, teilweise in Englisch, teilweise in Malayalam mit Untertiteln. Ein Drama aus der Kolonialzeit - hat mir sehr gut gefallen!

Als ich um 10 nach 9 rauskomme, ist die Sonne gerade untergegangen und der Himmel in einem magischen dunkel-silbrigem Blau. Ich mache mich zu Fuss auf den Weg ueber eine der grossen Bruecken, in diesem Fall von Kitsilano ueber den False Creek nach Downtown.

Die Stimmung und der Blick sind unbeschreiblich schoen - direkt vor mir die huntert oder mehr Hochhaeuser, schoene Architektur mit viel Glas und interessanten Fassaden. Die Lichter gehen alle an, es spiegelt sich im Wasser. Unter mir ein Jachthafen mit hunderten von Booten und Schiffen und in der Ferne North Shore mit den Bergen und den erleuchteten Vororten .... tgesprochen mit uIlil

20.7.08 18:16, kommentieren

mit dem Sky-Train in die Metro Vancouver

Der Sky-Train ist sozusagen die S-Bahn; im Zentrum unterirdisch kommt die Bahn dann nach 4 Stationen ans Tageslicht - auf Stelzen saust sie dahin - ohne Fahrer - automatisch! Ich hatte die flinken Bahnen schon ein paar Mal beobachtet. Die Expo-Linie ist 1986 eingeweith wirden, Vor einiger Zeit ist noch eine Linie dazugekommen. Ich sitze ganz vorne, dort wo normalerweise der Fahrer sitzt und duese durch die Vororte. Die Metro Vancouver hat ueber 2 Millionen Einwohner, unter mir eine Heerschar von huebschen, teilweise elegenaten Holzhaeusern in netten, kleienen Gaerten. Dann, an fast jeder der vielen Stopps ballen sich Appartments Hochhaeuser. nach etwa 25 Minuten kommen wir zum maechtigen Frazer River. Den hatte ich schon aus dem Flugzeug, im Landeanflug gesehen. Es treiben viele riesige Floesse mit Baumstaemmen daruf.

Ueber den Fluss spannen sich mehrere grosse Bruecken, ueber eine sehr elegant geschwungene duest jetzt unser Sky-Train hinueber. Ich steige dann bald aus und nehme einen Zug in die Gegenrichtung. Nicht weit von hier ist die Grenze zu den USA; ich glaube, die Vorrote reichen bis an die Grenze heran.

20.7.08 18:09, kommentieren

English Bay Beach und Stanley Park

Vancouver ist eine Stadt am Wasser, umgeben von verschiedenen Buchten und Inlets gibt es hier gleich mehrere Straende. English Bay Beach liegt im Westend, ein toller Platz mit Blick auf North Shore und die (teilweise noch) schneebedeckten Berge!!!

Ich fotografiere den Inukshuk, er wir 2010 das Maskottchen der hier stattfindenden Olympischen Winterspiele sein. Ein Inukshuk ist ein aus Steinen aufgerichtetes Maennchen, dass den Eskimos in der Arktis den Weg weist.

Danach bummele ich durch den Stanley Park, der ist absolut riesig - viel groesseer z. B. als der Central Park in New York. Hier gibt es alles: Seen, Aquarium, Wanderwege, Sportstaetten, Rosengarten und und und. Mir hat natuerlich am Besten der "Platz der Totem Pfaehle" gedfallen, ausserdem hat man von hier aus einen faszinierenden Blick auf die grosse "Lions Gate Bridge zum North Shore und auf den Canada Place, wo die grossen Kreuzfahrschiffe anlegen (heute sind gleich 2 da).

20.7.08 18:02, kommentieren